12.12.2019

Erfolgsjahr für Windcloud

Wirtschaftsfaktor Windkraft: CO2-absorbierendes Rechenzentrum in Nordfriesland bietet neue Perspektiven für nachhaltige Digitalisierung

Nordfriesland, im Dezember 2019 – Ende 2018 ging das weltweit erste CO2-freie Rechenzentrum mit neuer Leitung frisch an den Start. Mit Wirtschaftsingenieur Thomas Reimers und Energie- und Gebäudetechniker Wilfried Ritter an der Spitze wurden neue Strategien für eine nachhaltige Digitalisierung umgesetzt, Produkte wie die Managed Nextcloud weiterentwickelt und das Managementsystem Holokratie im Unternehmen implementiert. Neue Kooperationspartner konnten gewonnen werden und auch das Kundenportfolio wurde erweitert:  Neben mittelständischen Industrieunternehmen setzen zunehmend öffentliche Gesellschaften auf die klimaneutrale Datenspeicherung. Auf internationalen Messen und Branchentreffs wie der Hannover Messe Industrie und der Husum Wind hat Reimers das Konzept von Windcloud vorgestellt und zudem aufgezeigt, wie Windkraftanlagen auch nach dem Ende der Förderung ab 2021 profitabel genutzt werden können.

Windkraft wirtschaftlich nutzen

„Vielen ist es gar nicht bewusst: Die Digitalisierung ist wirtschaftlicher Wachstumsmotor, verursacht aber bereits jetzt mehr CO2 als der Flugverkehr – mit deutlich steigender Tendenz“, weiß Thomas Reimers, Geschäftsführer von Windcloud. „Es gibt Studien, z.B. von Greenpeace, wonach bereits in zehn Jahren 20% des globalen Stromverbrauchs auf die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) entfallen werden. Gerade Cloud-Rechenzentren verbrauchen viel Energie. Häufig wird Greenwashing durch den Kauf von Zertifikaten betrieben – das ist aber keine nachhaltige Alternative. Wir setzen auf eine erneuerbare Energieversorgung und nutzen zudem die Abwärme des Rechenzentrums.“

Das nordfriesische Unternehmen betreibt CO2-neutrale Rechenzentren in ehemaligen Nato-Bunkern und nutzt ausschließlich grüne Energie aus lokalen regenerativen Quellen, vor allem aus den heimischen Windparks, aber auch aus Photovoltaik, Wasserkraft und Biogas.  Kleine und mittelgroße Unternehmen sowie Rechenzentren können hier ihre Daten klimaneutral und sicher speichern. „Wir stellen fest, dass das Bewusstsein für nachhaltige Digitalisierung steigt“, sagt Reimers. „Waren unsere Kunden zunächst überwiegend NGOs und Vereine sowie Unternehmen, die sich selbst auf umweltfreundliche Technologien spezialisiert haben, konnten wir in diesem Jahr unseren Kundenkreis deutlich öffnen.“ So setzen immer mehr Institutionen der öffentlichen Hand, z.B. Versorgungsunternehmen, auf die Produkte von Windcloud. Sie können aus der gesamten Bandbreite der Datenspeicherung wählen: von Colocation-Lösungen in nahezu jeder Größenordnung bis hin zu Multi-Bunker-Konzepten mit mehreren dedizierten Brandabschnitten. Besonders beliebt ist die Managed Nextcloud als nachhaltige und sichere Alternative zu Diensten wie Dropbox oder Onedrive. Sie wird im deutschen Rechenzentrum gehostet und adressiert damit auch Anwender, für die Rechtssicherheit und Datenschutz essentiell sind, beispielsweise Ärzte oder Anwälte. Künftig kann dieser Service noch unkomplizierter genutzt werden: Windcloud plant die Managed Nextcloud im kommenden Jahr als automatisiertes Produkt anzubieten.  

Die Zukunft ist CO2-absorbierend

Im Frühjahr 2020 soll ein zweites Rechenzentrum auf dem Greentec Campus in Enge-Sande gebaut werden. Neben der Energieversorgung ist auch die Nutzung der Abwärme ein Merkmal, das Windcloud von anderen Rechenzentren unterscheidet. Hier sollen Kooperationen mit Industrieunternehmen weiter ausgebaut werden, beispielsweise das Algenfarming. Algen sind ein attraktives Wirtschaftsgut, ob in der Kosmetik oder als Lebensmittel. Außerdem absorbieren Algen das CO2 aus ihrer Umgebung, so dass das Rechenzentrum durch diese Kooperation im laufenden Betrieb CO2 abbauen kann. Auch Partnerschaften im Bereich Indoor-Farming und Fischzucht sind in Planung.

Über Windcloud:

Windcloud ist ein regenerativer Cloudhoster mit eigenem Rechenzentrum. Firmensitz ist in Enge-Sande auf dem GreenTEC Campus. Hier wird das Rechenzentrum betrieben, das ausschließlich mit regenerativer Energie betrieben wird. Darüber hinaus werden Solar- und Biogasstrom zur Versorgung und Absicherung eingesetzt. Das Unternehmen nutzt die nachhaltige Infrastruktur, um seinen Kunden die besten virtualisierten Cloud-Produkte und Services kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Alle Daten werden ausschließlich am Standort in Deutschland gespeichert. Weitere Informationen unter www.windcloud.org