20.08.2019

Klimaschutz „made in Nordfriesland“

Mit frischem Wind hilft Windcloud Unternehmen in Nord und Süd dabei ihre CO2-Bilanz zu verbessern

Nordfriesland, im August 2019 – Wind gibt es im Norden reichlich – und an Windparks herrscht daher auch kein Mangel. Und während in weiten Teilen der Republik nur über Klimaschutz diskutiert wird, packt ein junges Unternehmen aus Enge-Sande die steife Brise direkt ins Rechenzentrum. Windcloud-Gründer und -Inhaber Thomas Reimers ist in Nordfriesland aufgewachsen und seiner Heimat eng verbunden. Seine berufliche Laufbahn startete der Wirtschaftsingenieur in der IT-Industrie – mit erschreckenden Erkenntnissen, denn: „Bei Klimaschutz denken die meisten zuerst an Kraftfahrzeuge oder Flugreisen. Dabei ist vor allem unsere digitale Infrastruktur ein absoluter Energiefresser – mit steigender Tendenz. Schon jetzt sind beispielsweise Rechenzentren, die oft riesige Datenmengen speichern, für einen höheren CO2-Ausstoß verantwortlich als die gesamte Luftfahrtbranche.“ Das wollte Reimers ändern. Und so entwickelte der junge Gründer seine Vision, Unternehmen dabei zu helfen, ihre CO2-Bilanz zu verbessern, ohne sich dabei einzuschränken. „Klimaschutz wird häufig mit Verzicht gleichgesetzt. Das ist in diesem Fall aber überhaupt nicht nötig – ganz im Gegenteil“, erklärt Reimers.

Denn warum nicht die Energie aus den heimischen Windparks direkt vor Ort einsetzen, um Daten in Rechenzentren hier in Nordfriesland zu verwalten? Dank direkter Anbindung an die leistungsstarke Skandinavien-Trasse können die Daten blitzschnell übertragen werden, auch nach Süddeutschland. So kommen auch Unternehmen aus südlichen Regionen, die Klimaschutz ernst nehmen, unkompliziert in den Genuss von norddeutscher Kreativität – ohne die Problematik der umstrittenen Energietrassen. Neben Windenergie setzen Reimers und sein Team bei der Stromversorgung ausschließlich auf weitere lokale regenerative Quellen, wie Photovoltaik, Wasserkraft und Biogas. Die Energieversorgung muss schließlich auch dann hundertprozentig gesichert sein, falls mal gar kein Lüftchen geht.

Auch Sicherheit ist ein großes Thema: In Enge-Sande 54 stehen ehemalige Nato-Bunker in neuwertigem Zustand bereit. Das gesicherte und umzäunte Gelände wurde zusätzlich mit neuesten Sicherheitskonzepten und Zutrittskontrollen versehen. „Jetzt können Rechenzentren, kleine und mittelgroße Unternehmen ihre Daten absolut sicher, kostengünstig und vor allem hundertprozentig nachhaltig bei uns hosten“, so Reimers. Das Konzept zeigt schon jetzt Erfolge: Nach dem Start im Frühjahr 2019, haben sich bereits über 130 Kunden für eine Zusammenarbeit mit Windcloud entschieden.

Reimers will noch mehr. Sein Ziel ist es, nicht nur CO2-neutral, sondern CO2-absorbierend zu arbeiten, also im laufenden Betrieb CO2 abzubauen. Das ist beispielsweise mit Algenzucht möglich. Ob als Nahrungsergänzung oder in der Kosmetik: Algen sind heiß begehrte Rohstoffe und damit auch wirtschaftlich interessant. Erste Partner konnten bereits gewonnen werden.

In Enge-Sande zeigt Windcloud, wie kreative Ideen im Klimaschutz aussehen können. Der Standort in Nordfriesland wird weiter ausgebaut. Windcloud präsentiert die Lösungen auch auf regionalen Veranstaltungen wie der digitalen Woche in Kiel und der Husum Wind, die beide im September stattfinden.

Unternehmenskontakt:

Windcloud 4.0 GmbH
Lecker Straße 7
25917 Enge-Sande
Thomas Reimers
E-Mail: reimers@windcloud.de
Telefon: + 49 170 29 49 445

Agenturkontakt:

Weinholz Kommunikation
Andrea Weinholz
Plinganserstr. 59
81369 München
E-Mail: andrea@weinholz.org
Telefon: + 49 89 24 24 1695